Aufbereitungstechniken

Was ist das Ziel einer Wurzelkanalbehandlung?

  • Entfernung von Bakterien, entzündeter oder abgestorbener Pulpa aus der Pulpahöhle und den Kanälen
  • Ausfüllen der Wurzelkanäle mit einem gewebefreundlichen, dichten, homogenen Material
  • Verhinderung des Übertritts von Bakterien in den Kieferknochen
  • Ausheilung von bereits bestehenden Entzündungen an der Wurzelspitze

die 7 Schritte zu einer erfolgreichen Wurzelbehandlung

  • Zunächst muß eine Röntgenaufnahme des betreffenden Zahnes angefertigt werden, um festzustellen,
    ob eine Wurzelkanalbehandlung überhaupt indiziert oder durchführbar ist.
  • Danach muß der Zahn mittels eines Gummituches, dem sogenannten Kofferdam, isoliert werden. Er verhindert, daß mit dem Speichel weitere Bakterien in die Pulpahöhle gelangen; zudem schützt er Sie vor dem Verschlucken der desinfizierenden Spülflüssigkeit oder der sehr feinen Instrumente.

  • Hat der Zahnarzt sich einen direkten Zugang zur Pulpa geschaffen, wird der entzündete oder abgestorbene Nerv aus dem Zahninneren entfernt. Falls notwendig, kann der Zahn vorher betäubt werden. Eine Wurzelkanalbehandlung ist daher in der Regel schmerzfrei.
  • Nun werden vom Behandler kleine, flexible Feilen die aus einer Titanlegierung bestehen  in den bzw. in die Wurzelkanäle eingeführt und anhand von Röntgenaufnahmen deren Sitz und Lage im Kanal sowie die Gesamtlänge des Zahnes bestimmt
  • Die Wurzelkanäle werden nun bis zur Wurzelspitze mit diesen zierlichen, biegsamen Instrumenten gesäubert, per Hand oder maschinell und erweitert. Dieses kann je nach Anzahl und Form der Wurzelkanäle ein sehr zeitaufwendiger Arbeitsgang sein und sich über mehrere Termine erstrecken, besonders dann, wenn es sich um stark gebogene oder enge Wurzelkanäle handelt.
  • Da trotz gründlicher Säuberung in den Kanälen noch lebende Bakterien verbleiben können, plaziert der Zahnarzt nach jeder Behandlung ein antibakteriell wirkendes Medikament. Dieses Mittel verbleibt mit einer provisorischen Füllung verschlossen bis zur nächsten Sitzung im Wurzelkanal.
  • Bei der abschließenden Sitzung werden die erweiterten und gesäuberten Wurzelkanäle mit einem zementähnlichen Material sowie mit Guttaperchaspitzen gefüllt bis der Kanal homogen abgefüllt ist  ("Laterale Kondensation"). Bei einem anderen Verfahren, der "Thermafil-Methode" besteht die Füllung aus einem bioverträglichen Stift, ummantelt mit Guttapercha, einem elastischen Naturmaterial. Dieser Guttaperchastift wird erwärmt, dadurch fließfähig und verteilt sich im gesamten Kanalsystem, auch in den feinen Seitenkanälen. Durch eine Röntgenaufnahme kontrolliert der Behandler nun noch einmal die Dichtigkeit und Länge der erfolgten Wurzelkanalfüllung.




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