Bonespreading - und andere Arten der Knochenbearbeitung

Es gibt heute unterschiedliche Arten, den vorgefundenen Knochen zu bearbeiten. Normalerweise wird in der Implantologie ein Loch mit dem Durchmesser des gewählten Implantates gebohrt. Wenn allerdings nicht ausreichend Knochen zur Verfügung steht kann mit speziellen Techniken der Knochen derart aufgebreitet werden, daß eine Implantation möglich wird. Hierzu zählen Bonespreading, Bonecondensing und die Distraktionsosteogenese.

Bonespreading

Das Bonespreading kommt zu Einsatz, wenn man einen ganz schmalen Kieferkamm vorfindet. Nach einer Pilotbohrung wird entweder per Hand mit einem kleinen Meisel diese dünnen Knochenlamelle gespalten, mit einer speziellen Schraubvorrichtung geweitet oder mit Ultraschallchirurgie getrennt und danach aufgedehnt. In diesen entstehenden Spalt wird dann das Implantat gesetzt, möglicherweise bestehende Hohlräume mit Knochenersatzmaterialen verschlossen.

Bonecondensing

Das Bonecondensing kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein enorm weicher Knochen vorliegt, wie man ihn häufig im Oberkiefer vorfindet. Nach einer Pilotbohrung arbeitet man mit Handinstrumenten weiter und kondensiert den Knochen zur Seite, so daß dort eine kompaktere Knochenmasse entsteht in welcher sich die  eingedrehten Implantate besser verankern.

Distraktionsosteogenese

Bei der Distraktionsosteogenese wird körpereigener Knochen neu geschaffen. Zwei Knochenbereiche werden mit einer Wendelschraube verbunden und danach im Zentrum dieser Verankerung durchtrennt. Durch drehen an der Schraube wird der Spalt immer größer. Während der Wundheilungsphase wird in den ersten 14 Tagen der Spalt so weit geöffnet, wie man Knochenneubildung haben möchte. Nach einer Fixierung von 6 Monaten kann der Distraktor wieder entfernt werden und es hat sich ortsständiger Knochen gebildet.




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