Was sind Zahnimplantate?

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die fest in den Kieferknochen eingepflanzt werden. Sie nehmen dort den Platz der verlorengegangenen Zahnwurzel ein, verwachsen mit dem Knochen (Osseontegration) und werden zum festen Bestandteil des Kiefers.

Diese künstlichen Zahnwurzeln werden nach der Einheilphase (im Oberkiefer ca. 6 Monate, im Unterkiefer ca. 3 Monate) mit einer Krone versorgt, die sich optisch nicht von den natürlichen Zähnen unterscheidet. Mit einer Implantat getragenen Versorgung kann man wieder richtig zubeißen - genau wie mit natürlichen Zähnen.

Ein Zahnimplantat hat meist ein schraubenförmiges oder zylindrisches Design. Es übernimmt die gleiche Funktion wie die eigenen Zahnwurzeln und trägt den zukünftigen Zahnersatz, z.B. Einzelkronen, Brücken, oder es kann herausnehmbaren Zahnersatz sicher verankern. Beim Zahnimplantat-Aufbau unterscheidet man den Implantatkörper, der in den Knochen eingebracht wird, und die Aufbauteile, mit deren Hilfe Kronen oder Haltestrukturen für Prothesen am Implantatkörper befestigt werden (s.Bild).

Zahnimplantate werden seit ca. 40 Jahren eingesetzt. Mit der fundierten wissenschaftlichen Dokumentation wurde 1982 die Implantologie von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilhunde (DGZMK) als gesicherte Therapieform anerkannt (Stellungnahme der DGZMK).
Die hohen Erfolgsquoten und die fundierte Dokumentation haben zu einem starken Anstieg der Implantatbehandlungen besonders in den letzten Jahren geführt.

Fast alle Implantate bestehen heute aus hochreinem Titan, da es besonders gewebefreundlich (biokompatibel) ist und mit dem Knochen einen sicheren Verbund bildet (Osseointegration). Allerdings kommen auch Keramikimplantate in den letzten Jahren immer mehr zum Einsatz. Allergische Reaktionen auf Titan und Keramik sollen nicht vorkommen, wenige Einzelfälle werden in der Literatur aber diskutiert. In Deutschland sind zur Zeit über 70 verschiedene Implantatsysteme für die Zahnheilkunde erhältlich. In den letzten 20 Jahren haben sich besonders zylindrische bzw. schraubenförmige Implantatformen bewährt. Sie sind in Längen von 6-20 mm und Durchmessern von 2-7 mm erhältlich.

Andere Formen, wie blatt-, disc- oder nadelförmige Implantate sind aus unserer Sicht obsolet, da keine langfristigen gesicherten wissenschaftlichen Ergebnisse erzielt werden können.




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