Junge Patientin mit massiver rasch fortschreitender Parodontitis und extremer Kreuzverzahnung.

Massive optisch-ästhetische Beeinträchtigung durch die Folgen einer rasch fortschreitenden aggressiven Parodontitis bei einer jungen Patienten mit der misslichen Situation einer Kreuzverzahnung der beiden seitlichen Schneidezähne. Die Patientin wünscht sich nichts sehnlicheres als endlich wieder frei und ungezwungen lachen zu können. Die Worte Ihres Mannes: "geben Sie meiner Frau das Lächeln wieder..."

Ausgangssituation

Ein wirklich schwieriger und komplexer Fall. Aufgrund der massiven parodontalen Vorerkrankung und dem daraus resultierenden starken Knochenverlust, sowie der starken Extrusion der gesamten oberen Frontzähne kombiniert mit der Kreuzverzahnung an den seitlichen Schneidezähnen stellte sich eine Behandlungsplanung schwierig dar. Die zuerst erfolgte Idee einer kieferorthopädischen Therapie wurde von der Patientin abgelehnt, sofern es andere Möglichkeiten geben würde, die sicherere Ergebnisse -aufgrund des starken Knochenverlustes und der bereits deutlichen Lockerung der Zähne - präsentieren könnten.
Nach langer Diskussion wurde ein implantologisch/prothetisches Konzept erstellt, was gleichzeitig die noch vorliegenden Kiefergelenksproblem, bedingt durch den Zwangsbiss der Kreuzbisssituation lösen soll. Es wurde mit einer Schienentherapie gestartet um die Gelenke in eine zentrische Position zu bringen, danach wurden die Eckzähne zur Aufnahme eines Langzeitprovisoriums präpariert und die 4 oberen Frontzähne extrahiert, wobei sofort knochenaufbauende Maßnahmen zum Erhalt der knöchernen Struktur und des Implantatlagers durchgeführt wurden. Schon nach 8 Tagen konnte ein nach dem Wax-up gefertigtes Langzeitprovisorium eingesetzt werden.

Zwischenergebnis

Das Langzeitprovisorium orientierte sich am Wax-up, so dass ästhetische Belange bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt in der Therapie berücksichtigt werden konnten. Aufgrund der geplanten Implantation, die vorallem den sagitalen Überbiss deutlich reduzieren soll, wurden die Eckzähne zur Aufnahme des Provisoriums beschliffen. 6 Monate nach Knochenaufbau konnte in der Region beider mittlerer Schneidezähne ein Implantat gesetzt werden. Als Ziel wird eine 4gl keramisch verblendete impantatgetragene Brücke mit beidseitigem Freiend in Ponticgestaltung angestrebt. Nach dem Knochenaufbau begeisterte die Regeneration der Knochenlamelle an den Eckzähnen.
Wir selbst sind auf das Endergebnis gespannt. Dieser Fall wird fortgesetzt.

Zwischenergebnis ZT Josipa Kreisl

Endergebnis nach Einsetzen

Die Fertigstellung hat ein bißchen gedauert, da die Patientin in der Zwischenzet schwanger war und die Behandlung so lange ausgesetzt hatte. Die Freilegung der Implantate erfolgte ohne Komplikationen und mit dem LZP konnte ein zufriedenstellendes Emergenzprofil eingestellt werden. Nach einer Liegezeit von 6 - 12 Monaten werden wir nochmals Fotos erstellen, um die Regeneration der scheinbaren Papillen in toto zeigen zu können.

Nicht nur die Patientin, sondern auch Ihr Mann waren von dem Ergebnis, das weit oberhalb Ihrer Erwartungen lag, mehr als begeistert. Die Steigerung der Lebensqualität mit einem Gefühl endlich wieder lachen zu können ist mit nichts aufzuwiegen.

ZT Damir Antolovic

<übersicht> Fall 15:




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