massive Rezessionen und Zahnhalsdefekte am mittleren und seitlichen Schneidezahn sowie am Eckzahn, hier jedoch kombiniert mit einer Zahnhalsfüllung. Die Rezessionsdeckung erfolgt präprothetisch zum besseren Verlauf der marginalen Gingiva.
Es wurde ein subepitheliales Bindegewebstransplantat aus dem Gaumen entnommen und mit einer Papillen erhaltenden Tunneltechnik eingegliedert. Da es sich um eine präprothetische Maßnahme handelte, wurde die Kontour für die endgültige Situation zu einem späteren Zeitpunkt elektrochirurgisch nachmodelliert.
Der Fall wird fortgesetzt.
Die Patientin stellt sich mit einer kieferorthopädischen Klasse II/2 vor und der Empfehlung seitens der Kieferorthopädie einen kombiniert chirurgisch-kieferorthopädischen Fall zu durchlaufen. Da die Patientin jedoch keinen chirurgischen Eingriff toleriert, die Restaurationsnotwendigkeit, vorallem im Seitenzahnbereich hoch war, wurde über eine Gesamtrehabilitation diskutiert, nicht zu letzt wegen der unansehlichen Frontsituation mit "schwarzem" Frontzahn, Rezessionen und insuffizientem Zahnersatz.
Nach gemeinsamer Absprache mit der Patientin wurde das gingivale Niveau der rechten Seite als neue Ausgangssituation definiert. Die Patientin war sich über den Kompromiss des geringeren parodontal-chirurgischen Aufwandes mit dem kleinen Nachteil längerer Zähne im Klaren. Im sichtbaren Bereich wurde die Wurzelfüllung am mittleren Frontzahn revidiert, intern gebleicht und ein keramischer Stiftaufbau angefertigt, so daß das Problem der bläulich-lividen Areale kompensiert werden konnte. Die starken Rezessionen im zweiten Quadranten wurden mit einem subepithelialen Bindegewebstransplantat wie oben beschrieben korrigiert und präprothetisch modelliert. Im Bereich der Unterkeiferfront wurde eine chirurgische Kronenverlängerung durchgeführt, so daß der massive Deckbiss behoben werden konnte, und die Zähne, die nach der Bisshebung in Klasse II standen nach vorne aufgebaut werden konnten.