Gesamtsanierung mit parodontalchirurgischen Maßnahmen bei extremer Klasse II/2 als Kompromis zu kieferchirurgischen Maßnahmen

Ausgangssituation

Massive Rezessionen und Zahnhalsdefekte am mittleren und seitlichen Schneidezahn sowie am Eckzahn, hier jedoch kombiniert mit einer Zahnhalsfüllung. Die Rezessionsdeckung erfolgt präprothetisch zum besseren Verlauf der marginalen Gingiva.

Endsituation

Es wurde ein subepitheliales Bindegewebstransplantat aus dem Gaumen entnommen und mit einer Papillen erhaltenden Tunneltechnik eingegliedert. Da es sich um eine präprothetische Maßnahme handelte, wurde die Kontour für die endgültige Situation zu einem späteren Zeitpunkt elektrochirurgisch nachmodelliert.
Der Fall wird fortgesetzt.

Chirurgie Dr.Strohkendl MSc.

Der komplette Fall - Ausgangssituation

Die Patientin stellt sich mit einer kieferorthopädischen Klasse II/2 vor und der Empfehlung seitens der Kieferorthopädie einen kombiniert chirurgisch-kieferorthopädischen Fall zu durchlaufen. Da die Patientin jedoch keinen chirurgischen Eingriff toleriert, die Restaurationsnotwendigkeit, vorallem im Seitenzahnbereich hoch war, wurde über eine Gesamtrehabilitation diskutiert, nicht zuletzt wegen der unansehlichen Frontsituation mit "schwarzem" Frontzahn, Rezessionen und insuffizientem Zahnersatz.

Der komplette Fall - Endsituation

Nach gemeinsamer Absprache mit der Patientin wurde das gingivale Niveau der rechten Seite als neue Ausgangssituation definiert. Die Patientin war sich über den Kompromiss des geringeren parodontal-chirurgischen Aufwandes mit dem kleinen Nachteil längerer Zähne im Klaren. Im sichtbaren Bereich wurde die Wurzelfüllung am mittleren Frontzahn revidiert, intern gebleicht und ein keramischer Stiftaufbau angefertigt, so dass das Problem der bläulich-lividen Areale kompensiert werden konnte. Die starken Rezessionen im zweiten Quadranten wurden mit einem subepithelialen Bindegewebstransplantat wie oben beschrieben korrigiert und präprothetisch modelliert. Im Bereich der Unterkeiferfront wurde eine chirurgische Kronenverlängerung durchgeführt, so dass der massive Deckbiss behoben werden konnte, und die Zähne, die nach der Bisshebung in Klasse II standen nach vorne aufgebaut werden konnten.

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